Latein

   Hier findest du Informationen zu:


Die Latein-Fachschaft im Schuljahr 2019/2020

 

Aufgrund von datenschutzrechtlichem und urheberrechtlichem Missbrauch durch SchülerInnen wurde das Fachschaftsfoto entfernt.

 

 


Grundwissen Latein

Hier findet ihr eine ausführliche Zusammenfassung aller Lerninhalte, die euch vorwiegend von Klasse 6 bis 8 im Unterricht begegnet sind oder noch begegnen werden. Ihr könnt einzelne Themen noch mal nachlesen, oder auch zur Prüfungsvorbereitung nutzen. Besonders für das Abitur im Fach Latein bildet die Zusammenstellung die Grundlage!

 

Zudem gibt es hier und hier Tipps und Tricks zum richtigen Übersetzen!

  


Eine Zeitreise in die Welt der Römer


   

 


Antike Zeitreise mit einer Galeere

Im Mai fuhren wir, Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b und 7m, zusammen mit Frau Büttner und Herrn Feldmeier im Rahmen des Lateinunterrichts in die Nähe von Regensburg, um dort die „Navis Lusoria“ zu besteigen, eine nachgebaute Galeere aus römischer Zeit. Schon während der Busfahrt konnten wir uns mit einem aktuellen Artikel aus der Zeitung über diese informieren, doch als wir vor Ort ankamen und das erste Mal vor dem Schiff standen, war es etwas ganz Besonderes. Die „Navis Lusoria“ ist ein kleines, schnelles und wendiges Patrouillenboot mit einem eher geringen Tiefgang. Sie wurde in der Spätantike zum Schutz an der Donaugrenze eingesetzt. Nachdem wir alle auf der Galeere Platz genommen hatten, wurde uns zunächst das Rudern erklärt. Es gab die sogenannte Bugelite und die „normalen“ Ruderer. Schließlich legten wir ab und merkten recht schnell, dass das Vorankommen gar nicht so leicht und eine Menge Teamgeist und Orientierung aneinander nötig waren. Nach einiger Zeit jedoch hatten wir uns gut aufeinander eingestellt und trotz der Anstrengung viel Vergnügen beim gemeinschaftlichen Rudern – man konnte sich sehr gut in die römischen Soldaten von damals hineinversetzen. Während der Fahrt erklärten uns die Veranstalter außerdem ergänzend einiges zum Leben auf der Galeere. Dabei lernten wir unsere Anstrengung noch besser einzuschätzen – schließlich waren die römischen Soldaten ja auch noch mit mehreren Kilogramm Rüstung unterwegs. Auf dem Rückweg stoppten wir bei vollem Rudereinsatz sogar noch unsere Zeit und waren sehr begeistert, dass wir als Team doch recht schnell vorangekommen waren. Insgesamt war diese Exkursion ein weiterer spannender und abwechslungsreicher Ausflug in die Lebenswelt der Antike.

Ediz, Ilia, Natan, Klasse 7b


Erinnerungen an eine „atemberaubende“ Studienfahrt nach Italien 2019

 

Aus dem Tagebuch eines Italienfahrers

Als es um die Wahl der Studienfahrt ging, war mir sehr schnell klar, dass ich um jeden Preis nach Italien fahren wollte. Als ich dann noch hörte, dass wir sowohl Rom als auch Neapel besuchen würden, war meine Freude umso größer. Was ich allerdings nicht vor der Fahrt wusste, war, wie viel Spaß mir (und ich denke den meisten Mitfahrenden) diese Fahrt wirklich machen würde.

Der doch recht frühe Start unseres Flugzeugs (6.50 Uhr!!, Treffpunkt 4.30 Uhr am Flughafen) führte dazu, dass sich der größte Teil unserer Gruppe wohl eher aufs Bett freute als auf eine Besichtigung der römischen Altstadt. Ausruhen war uns jedoch nicht möglich, da die unsere Unterkunft führenden Nonnen unsere Zimmer erst gegen Nachmittag fertigstellen konnten. So waren wir gezwungen mit einer uns doch sehr mittelalterlich erscheinenden Straßenbahn in Richtung der Altstadt zu fahren. Als wir jedoch auf einmal auf der Piazza del Popolo standen, wurde uns zum ersten Mal wirklich klar, dass wir nun in Rom angekommen waren. Der gesamte erste Tag war geprägt von großen Menschenmengen, Verkäufern, die in gebrochenem Englisch den Touristen ihre „hochwertigen“ Spielzeuge „andrehen“ wollten, viel Laufen und der atemberaubenden Schönheit der römischen Altstadt. Die an der berühmten Spanischen Treppe startende Führung wurde von einem lieben älteren Herrn begleitet, dem natürlich durchgehend ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die beeindruckenden Kunst- und Bauwerke wie der Trevi-Brunnen und das Pantheon werden uns wohl mindestens so lange im Gedächtnis bleiben wie das aggressive Pfeifen der italienischen Polizisten.

Nachdem sich schließlich alle in der Unterkunft eingerichtet hatten, machten wir uns nach dem anstrengenden Tag auf nach Trastevere zum Abendessen. Die Suche nach dem richtigen Lokal gestaltete sich jedoch ein wenig schwieriger als geplant. Die Auswertung der digitalen Messergebnisse ergab eine zurückgelegte Strecke von über 20 000 Schritten. So war es wohl kaum verwunderlich, dass alle erschöpft nach dem Abendessen ins Bett fielen.

Frisch gestärkt ging es am nächsten Morgen mit unserer lieb gewonnenen Straßenbahn in Richtung des Kolosseums. Die Führung über den Palatin-Hügel warf zwar einige Fragen bezüglich der tatsächlichen Rolle Neros im großen Brand von Rom auf, war aber trotzdem durch ihren atemberaubenden Blick über die Hunderte von Kuppeln der römischen Altstadt einzigartig. Weiter ging es vorbei am Forum Romanum zum Kolosseum, bei dem wir wieder die liebreizenden Verkäufer (oder doch Marktschreier?) trafen, die an jeglicher Sehenswürdigkeit zu finden waren. Im Kolosseum war die Führung dann auch zu Ende und wir gingen getrennter Wege.

Nach den „persönlichen Studien“ traf sich die gesamte Gruppe in einem komplett anderen Staat wieder. So waren minimale Verzögerungen vorprogrammiert. Auf dem Petersplatz im Vatikan angekommen folgte die nächste Führung. Dank der langen Wartezeit vor dem Petersdom war zum Glück genug Zeit, um mit der neuen Führerin die fast vergessene Frage nach Neros Person wieder aufzugreifen. Nachdem die gesamte Gruppe den (begrenzt zeitgemäßen) Vorstellungen der Sicherheitsdienste nach gekleidet war, durften wir in die doch vergleichsweise große Kirche eintreten. Vorbei an den Körpern ehemaliger Päpste und Heiliger, die eher an Ägypten erinnerten als an eine Kirche, ging die Führung durch den gesamten, wirklich beeindruckenden Bau. Wieder im Sonnenlicht auf dem Petersplatz angekommen, wurden wir unseren „persönlichen Studien“ übergeben, die sich in meinem Fall zu einem Gespräch über Religionen mit anschließendem Kartenspielen in der Abendsonne auf dem Petersplatz entwickelten. Nach einem erstklassigen Abendessen in einem kleinen Restaurant abseits der Touristengruppen ging es nach einem Nachtspaziergang durch Roms Altstadt für uns ein letztes Mal zur Unterkunft.

Am nächsten Morgen stand der Aufbruch nach Neapel auf dem Programm und nachdem wir alle unsere Fahrkarten griffbereit und Herr Rosignuolo seinen Espresso eingenommen hatte, fuhren wir mit dem Zug los. Kaum zwei Stunden später waren wir in Neapel angekommen, wo wir von dem hochgelobten besten Busfahrer der Stadt in das Zentrum gefahren wurden. Die Führung durch die Stadt zeigte uns die doch so großen Unterschiede zwischen Rom und Neapel auf. Nach einer kurzen Lektion über die lokalen Essgewohnheiten und Spezialitäten gab es in der sogenannten „Pizzastraße“ eine echte neapolitanische Pizza für alle Hungrigen unter uns. Durch die kleinen Gassen Neapels hindurch ging es am Dom vorbei wieder zu unserem Bus. Die am Vesuv vorbeiführende Küstenstraße Richtung Sorrent bot atemberaubende Aussichten auf den Golf von Neapel und umliegende Städte.

In den Bungalows angekommen ging es auch schon weiter: für einige nach Piano (in den Ort, nicht die Dynamikangabe, liebe Musiklehrer) und für andere schon auf einen ersten Spaziergang nach Sorrent. Nach der ersten, für manche wohl eher kurzen Nacht auf dem Campingplatz, wurden wir schon früh mit dem Bus zum wohl bekanntesten Vulkan Italiens abgeholt - dem Vesuv. Ausgestattet mit modischen Regenponchos (die eher Müllsäcken glichen als Ponchos) führte unser Weg durch den morgendlichen Nebel hinauf zum Krater. Von einem exzellent deutschsprechenden Führer begleitet wanderten wir bis an den Kraterrand und wurden über die Geschichte der früheren Ausbrüche und der umliegenden Vulkane aufgeklärt. Unsere nächste Station war Pompeji, die wohl allen im Bezug auf den Vesuv bekannte Stadt, die fast vollständig wieder ausgegraben wurde. Von eigenen, hochkarätig vorgetragenen Referaten bereichert ging es durch die Ruinen der Stadt und zurück zu unserem Bus.

Den letzten Abend bestritten nun alle wieder nach eigener Lust und Laune - in meinem Fall am Strand mit Eis im Sonnenuntergang und anschließendem Pastaessen im Ort. Ein letztes Highlight sollte der im einsetzenden Regen heranbrausende Busfahrer werden, der uns mit selbstbewusstem Hupen zum Flughafen Neapels fuhr.

So ging diese traumhafte Studienfahrt in das schöne Italien viel zu schnell zu Ende. Vielen lieben Dank an Frau Mattner und Herrn Rosignuolo, die stets die Nerven behielten und hoffentlich auch viel Spaß an der Reise hatten.

Meine Pläne für eine Italienreise nach dem Abitur stehen schon längst und so kann man sagen, dass diese Studienfahrt ein Volltreffer ins Schwarze war!

Ci vediamo a Roma!

 

i. A. Jonathan Hörburger

 


Bilderrückblick auf die Studienreise nach Rom und Sorrent 2018