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Comic-Salon

Die Klasse 7b feiert Weihnachten einmal anders

Lucky Luke, Donald Duck,  Asterix und Obelix, Micky Maus, Superman, das Marsupilami, Tim und Struppi oder Spirou und Fantasio… all diese guten Comics sind wertvolle Literatur! Auch wenn die Elterngeneration solche Hefte oft noch als „schlechte Literatur“ bezeichnete ist längst erwiesen, dass die Comics einen wichtigen Beitrag bei der Leseerfahrung der Kinder und Jugendlichen leisten. Weiterlesen...

 


 

Lyrik im Lockdown

Ein Gedicht-Projekt der Klasse 8m

 

Warum nicht mal Gedichte schreiben und der Pandemie die kreative Schulter zeigen. Die Klasse 8m hat sich - aus Anlass des Wettbewerbs "LYRIX", aber auch, weil es einfach Spaß gemacht hat - Lyriker und ihre Werke zum Vorbild genommen und daraus eigene Texte gemacht. Hier sind einige der Ergebnisse:

März-Thema Lyrix: die zukunft und alles was war

 

In meiner Klasse

 

Im Klassenzimmer sitzt niemand mehr 

Alle Stühle sind jetzt leer 

Nur noch die Kaugummis unter den Tischen 

Erinnern an jene, die nun zuhause sitzen 

 

Egal wie schön der Sonnenschein 

Raus gehen ist nicht, jeder muss zuhause sein 

Einmal pro Woche geht man dann doch nach draußen 

Aber nur um ne Packung Klopapier zu kaufen 

 

Bei Maske, Brille und Kopfhörern schwer 

Wollen die Ohren langsam auch nicht mehr 

Und siehst du die Leute außer Haus 

Sehen sie mit Maske alle gleich aus 

 

Hoffentlich hat all das schon bald ein Ende 

Denn momentan starr ich nur Löcher in meine Wände 

Vielleicht in einem Jahr oder zwei 

Ist Corona endlich vorbei 

 Emma Rygl, 8m

 

 

Moritz Reuter und Felix Kulow, 8m, Die Katze War Nie Hungrig

die Zukunft und alles was war

Nicht desinfizieren

Oder quarantinieren

Sondern Feste organisieren

Oder sich mit Freunden amüsieren

War einmal und ist nicht mehr

 

Doch wie wird es weiter gehen?

Was wird in der Zukunft geschehen?

Denn, was auch immer Leute sagen

Die Wahrheit bleibt unerkannt

Zwar kann man Wahrsager befragen

Doch die Zukunft liegt nicht auf der Hand

 

Wird es so bleiben wie jetzt?

Oder so sein wie vor einem Jahr?

Vielleicht wird die Zukunft aber auch anders,

Anders als alles was war

Lotte Wimmer, 8m

 

 

in irgendeiner klasse 

 

in irgendeiner klasse sitzt irgendwer  

es saßen andere. viele hatten irgendwas 

eine schwäche für dies, oder das  

dennoch: die apfelbäume blühten  

die nächte noch bier 

irgendwie im dunkeln  

die apfelbäume blühten irgendwas gähnte 

irgendwer im feuchten gras  

verstand irgendwas 

irgendwas: flächen  

irgendwer, irgendwas und alles  

was war. irgendwas sollte klingen  

wie das gegenteil von etwas anderem  

das gegenteil von dies oder das  

im stroh irgendwo. von irgendwas  

war die rede aber die rede  

hat niemand verstanden. 

Erik Dietrich, 8m


 

Kochbuch der Klasse ehem. 6d

Auch in den Zeiten von Corona kann es erfolgreiche Projekte der Zusammenarbeit geben - so wie dieses hier, das einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt: Die Klasse 6d hat im vergangenen Schuljahr im Rahmen der Vorgangsbeschreibung im Fach Deutsch Rezepte erstellt und dabei nicht nur gelernt, wie man Rezepte erstellt, sondern auch ein eigenes Kochbuch zusammengestellt, das wir nun auf der Homepage präsentieren dürfen. Also lassen Sie sichs schmecken! 


 

Expressionistische Gedichte - heute!

Dass auch in der Q12 trotz immer näher rückendem Abitur Platz für eine kreative sowie aktuelle Auseinandersetzung mit literarischen Epochen und ihren Motiven bleibt, beweisen diese drei Gedichte. Sie sind allesamt im Anschluss an die Auseinandersetzung mit zentralen Texten des Expressionismus – Heyms Gedicht „Die Stadt“, Wolfensteins Gedicht „Dämmerung“ sowie van Hoddis‘ „Weltende“ – entstanden:

Jonas Raum – Die Stadt

Man wird gebor‘n in einer Welt, nur als Teil der grauen Masse 

Die genau analysiert wird, um sie weiter zu anzupassen 

Von Anfang an darauf trainiert Befehle zu erlangen

Nur das Fußvolk der Elite, sie sind lebenslang gefangen

 

Nach den sechs Jahren Freiheit ist der Rest deiner Jugend

Voller Tests und Vergleiche, um dich fest einzustufen 

Wir sind Nummern im System, die sich anzupassen haben

Fern von Kreativität und Charaktereigenschaften 

 

Jeder Tag verläuft nach Plan, keine neuen Phänomene

Keine Treffen in der Bar, keine Freude an dem Leben

Aus dem Alltag sind wir einfach keinen Widerstand gewohnt

Denn die durchschnittlichen Menschen schwimmen lieber mit dem Strom 

 

In den Medien wird erstrebenswerter Durchschnitt präsentiert

Wenn du diesen etablierst, kann dir niemals was passiern 

In der Reihe bleiben, leise sitzen, jeden kontrollieren

Alles Maßnahmen um uns in das System zu integriern 

                                

Durch Macht und Wohlstand werden ihre Weichen gestellt

Es geht um Hightech und Geld auf ihrem Highway to Hell

Doch bist du einfach du selbst werden Grenzen aufgezogen

Wegen Normen der Gesellschaft führt der Weg zum Psychologen 

 

Keine farbenfrohen Zeiten, wenn man Instabilder liket

Wirkt das eigene Privatleben auf einmal schwarz und weiß

Social Media raubt den meisten Menschen Lebensenergie

Wir war‘n noch nie so gut verbunden doch sind einsam wie noch nie 

 

Neben Straßen gibt es neuerdings zu Hauf neue Häuser

Graue Seelen graue Wände auf der Baustelle Deutschland 

Diese Welt, eine Stadt voller Hetzte und Hass

Keine Menschlichkeit bei uns ist nur das Geld an der Macht

 

Was zu ändern wäre einfach, doch der Mensch ist zu träge

Statt sich zu wehren bevorzugen sie dann doch lieber die Flucht in die Leere 

Wegen mangelnder Erziehung, die ihn in den Wohlstand treibt

Lebt der Mensch in ei‘m Palast, in dem die Sonne niemals scheint. 

 

Finn Sanders: Sonnenhöchststand

 

Ein dicker Junge hängt in dem Netz.

Der Wind fegt Müll durch den hektischen Hafen

Der Himmel sieht müde aus und gehetzt,

Als hätte er lang nicht mehr geschlafen.

 

Auf alte Decken unsanft gebettet

Und grantelnd stehen in der Stadt zwei Arme.

Ein kleiner Makler hat groß gewettet

Ein Scooter übersieht eine Dame

 

In einem Büro harrt ein dürrer Mann.

Eine Kleine will sich Gucci  kaufen.

Ein brauner Mann kleidet sich Stiefel an.

Ein lautes Horn erschrickt und Autos raufen.

 

Manuel Nagel: Weltende

Die Zeit zum Handeln ist gekommen.

Krieg und Katastrophe stehen bevor.

Geht es so weiter, steigt Greta weiter empor.

Die Info hat Jedermann dem Zwitschern entnommen.

 

Politische Politiker sind am Politisieren,

Unsere Umwelt ist in akuter Gefahr,

der weltweite Weltuntergang stand vor uns ganz nah,

die blöde Bevölkerung beginnt zu realisieren.

 

Und doch am Bildschirm monströse Mengen schwarzer Schrift,

launische Leute dauernd am Display,

kaum wer benutzt heute noch den Stift,

doch zum Abschalten -es scheint so- sei das alles okay.

 

Menschen nutzen das Handy zur Kommunikation,

Doch mit was für einem Unterton?

Stress und Streit, Härte und Hitze,

Aggression und Wut finden Menschen glatt spitze.

 

Atombomben gezündet, Kriege

Geführt, um Mächte zu ergreifen.

Dabei nichts wichtiger als Siege.

Dabei keiner den Stolz abzupfeifen.

 

Es wird Zeit Einsicht zu erlangen,

Sinn der Sache ist es nicht, um Leben und Tod zu bangen.

Es wird Zeit viele Dinge zu ändern,

um nicht weiterhin -so- durchs Leben zu schlendern.

 


Unsere Fachschaft

 

Die Deutsch-Fachschaft 2019/20

 

An dieser Stelle stellen sich auch die einzelnen Mitglieder der Fachschaft vor. Und wie es sich gehört, nicht durch eine einfach Personenbeschreibung, sondern über ihr Lieblingsbuch - gleichzeitig eine Empfehlung für die nächste Ferien- oder Abendlektüre:

 

Qualityland

Marc-Uwe Kling habe ich erst vor fünf Jahren entdeckt. Da hat Manuel das erste Kapitel aus dem ersten Band der Känguru-Chroniken beim Lesewettbwerb der 6. Klassen vorgelesen und es hat mich vom Hocker gehauen, wie und was dieser Sechstklässer da liest! Inzwischen kenne ich alles vom Känguru, aber hier empfehle ich: Qualityland.
Der Roman spielt in einer Zukunft, in der ich sagen müsste, der Roman ist der beste dystopische Roman vom allerbesten Größtkünstler und bestimmt wurde er Dir von The Shop schon geliefert, als Du noch gar nicht wusstest, dass Du ihn lesen willst. Ich hoffe, Du warst der Lieferdrone gegenüber freundlich und hast sie sehr gut bewertet. Freue Dich, dass die Algorithmen der Meinung sind, dass Du Dich für Literatur interessierst – Du bist bestimmt mindestens ein Level 20 Mensch, schätze ich. So wünsch ich Dir beim Lesen sehr viel Freude und intensivste Einsichten.

Von Susanne Auszubildende.

 

Der Name der Rose

 

Ja, schon klar, der gute alte Eco wieder. Seit Jahren steht der Roman bei mir auf Platz eins und zugegebenermaßen ist das natürlich kein Stoff für die Unter- oder Mittelstufe. Aber darum geht es mir gar nicht. Denn in dieser Geschichte findet jeder etwas Faszinierendes: eine Kriminalgeschichte, einen Mittelalterschinken, eine philosophische Abhandlung, ein Buch über Sex and Crime, über Sein und Schein und natürlich ein Buch über Bücher und die Frage, welchen Sinn diese haben, wenn man sie in einer labyrinthartigen Bibliothek versteckt. Das nächste Mal - ich verspreche es - findet ihr hier eine Empfehlung für Jüngere. Aber dieses eine Mal noch muss es Eco sein, und William und Adson und all die anderen verschrobenen Mönche, die in ihrer Festungsabtei vor sich hinvegetieren und sich vom Sherlock Holmes des Mittelalters detektivisch analysieren lassen. 

Von Bruder Niklas.

 

George Orwells Roman „Tage in Burma“ gibt einen farbenprächtigen, faszinierenden, aber auch erschreckenden Einblick in Groß Britanniens koloniale Vergangenheit der 20ger Jahre des 20. Jahrhunderts. Der Protagonist Mr. Flory, der für die einheimischen Birmanen viel Verständnis und Sympathie – entgegen der landläufigen Meinung seiner englischen Clubbekanntschaften – aufbringen kann, findet sich innerlich zerrissen und mental isoliert an seinem Dienstort Kyauktada – südlich von Yangon im Ayeyarwaddy-Delta – wieder. Er verliebt sich unglücklich in die junge Elizabeth, die sich weder auf die birmanische Kultur noch auf die geistreichen Gespräche mit Mr. Flory einlassen kann. Sein einziger Freund, der indische Arzt Dr. Veraswami, verachtet von den englischen Clubmitgliedern, kann Flory in seinem Verlangen nach Moral und philosophischen Diskurs eine Schulter bieten.

Orwells Figuren sind ein Schaufenster für die verstörende Denkweise des Imperialismus und lassen den Leser mit dem guten Gewissen zurück, dass sich die Menschheit in der Retrospektive doch weiter entwickelt hat, als man es heutzutage manchmal glauben mag. Ein wirklich facttenreicher Roman, der als Chronik des 20. Jahrhunderts gelesen werden kann.

 

Von Frau Stadler

 

 

 

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